Sind Immobilienmakler doof?


Die Immobilien Zeitung und Immo Media Consult haben zum dritten Mal das Image von 24 Immobilienberufen untersucht – von Architekten über Maklern bis hin zu Verwaltern. Abgefragt wurden dabei Ansehen, Kompetenz, Kundenorientierung sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Berufsgruppen wurden dabei mit klassischen deutschen Schulnoten von 1 bis 6 bewertet.

Katastrophale Ergebnisse

Während Gewerbemakler mit einer Durchschnittsnote von 3,6 noch mit einem blauen Auge davon kommen, fällt das Ergebnis der Wohnungsmakler katastrophal aus. Beim Image erhielten sie im Schnitt die Note 4,65. Selbst Politik und Verwaltung schnitten als Vorletzte mit 3,95 noch deutlich besser ab. Und auch in Sachen Kompetenz erhalten sie als einzige Berufsgruppe eine Note mit einem 4 vor dem Komma. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass auch das Preis-Leistungs-Verhältnis mit mangelhaft bewertet wird. Einzig bei der Kundenorientierung gab es mit geschlossenen Fonds sowie der Politik und Verwaltung noch zwei Gruppen, die schlechter abschnitten. „Makler sint doof“ fasst die Immobilien Zeitung diese Ergebnisse daher überspitzt zusammen.

Ernüchterndes Selbstbild

Das Selbstbild ist ähnlich ernüchternd. So bewerten die Wohnungsmakler ihr Ansehen selbst mit der Durchschnittsnote 3,49. Viele Makler fühlen sich den Studienautoren zufolge aber zu Unrecht so schlecht angesehen. Vielmehr diene man als Sündenbock einer schlechten Wohnungspolitik sowie sensationsgeiler Medien.

Beliebter Buhmann

Auf den Stereotyp des Immobilienmaklers, der in der deutschen Medienlandschaft gern gezeichnet wird, und seine Folgen für das allgemeine öffentliche Ansehen hat auch ImmoCompact bereits hingewiesen. Natürlich gibt es schwarze Schafe, wie aber eben auch in jeder Branche. Bestellerprinzip und die endlich verabschiedeten Berufszulassungsregeln dürften die Anzahl aber noch einmal deutlich reduzieren und die Angriffsfläche für Politik und Medien verringern. Vor allem die Zulassungsregeln hat die Politik zudem selbst viel zu lange verschlafen. Und auch die Massenmedien haben sich wenig bis gar nicht für dieses Thema interessiert.

 

Unattraktiv aber wahr

Es ist eben oft einfacher und erfolgreicher den Buhmann Immobilienmakler zu attackieren, als sich ernsthaft mit seinem Berufsbild auseinanderzusetzen. Der Immobilienmakler hat dennoch mehr denn je seine Daseinsberechtigung und die überwiegende Mehrheit der Makler ist eben nicht doof, sondern arbeitet professionell für seine Kunden. Mit einer solchen Aussage macht man zwar keine Quote und man fängt auch garantiert keine Wählerstimmen. Das ändert aber nichts daran, dass es die Realität ist. Höchste Zeit also, dass diese Botschaft offensiver nach außen getragen wird. (mh)

Quelle: ImmoCompact

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